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    Balanced Scorecard (BSC)

    Was ist eine Balanced Scorecard?

    Sie ist ein Tool zur strategischen Unternehmensführung, das verschiedene Perspektiven miteinander verknüpft um Strategien in konkrete, operative Maßnahmen zu überführen und diese in ihrer Umsetzung zu überwachen.

    Wo wird sie angewendet

    Die Balanced Scorecard kann Anwendung finden wenn ein individuelles, ausgewogenes Steuerungssystem für ein Unternehmen oder Geschäftsfeld implementiert werden soll. Die Scorecard muss in der Regel für jedes Objekt neu konzipiert werden danach kann die BSC auch für gleichartige Einheiten (Niederlassungen) genutzt werden.

    Typische Perspektiven der BSC

    In der Regel werden vier Perspektiven mit je rund ein bis zwei Zielen sowie korrespondierenden Maßnahmen und den dazugehörigen Kennzahlen verwendet. Wichtig hierbei ist, dass dieses System, anders als fast alle anderen Controllingsysteme, frei ist in der Determinierung der Dimensionen (die Anzahl der Perspektiven kann durchaus größer oder kleiner sein). Häufig werden zwar die in der Literatur und nachfolgend beschriebenen Perspektiven verwendet. Die Stärke der BSC liegt jedoch darin, dass z. B. Umweltfaktoren oder eine Ökobilanz ebenso Eingang finden können wie z. B. Stakeholder-Betrachtungen oder branchenspezifische Faktor.

    •  Finanzperspektive: Kennzahlen zum Erreichen der finanziellen Ziele.

    1. Umsatz pro  Vertriebsbeauftragten: Unterstützt das Wachstum eines Unternehmens, nicht  notwendigerweise die Profitabilität.

    2. Kosten pro Stück: Unterstützt das Kostenbewusstsein, hohe Volumina –   steht aber der Qualität entgegen.

    • Kundenperspektive: Kennzahlen zum Erreichen der Kundenziele.

    1.Kundenzufriedenheit: Unterstützt kundenorientiertes Verhalten, nicht  notwendigerweise kurzfristiger Gewinn, ist dabei aber schwierig zu messen.

    2. Zeit zwischen Kundenanfrage und Antwort: Unterstützt zeitgerechtes Reagieren  auf Kundenanfragen, wird oft in Verbindung mit Prioritäten verwendet.

    • Interne bzw. Prozessperspektive: Kennzahlen zum Erreichen der internen   Prozess-  und Produktionsziele.

    1. Prozessqualität: Unterstützt die ausgelieferte Qualität, nicht notwendigerweise einen effektiven und effizienten Produktionsprozess.

    2. Prozessdurchlaufzeit: Unterstützt schnelle Durchlaufzeiten, geringe Kapitalbindung und wenig Zwischenlager. Kann mittels Process Performance Management detailliert und kontinuierlich ausgewertet werden. 

    • Mitarbeiter-, Potenzial- bzw. Erneuerungs- und Wachstumsperspektive: Kennzahlen zum Erreichen der (langfristigen) Überlebensziele der Organisation.

    1. Umsatzverhältnis neuer Produkte zu alten Produkten: Unterstützt schnelle Neu- und Weiterentwicklung von Produkten.

    2. Fluktuation von Leistungsträgern aus der Organisation heraus: Unterstützt die langfristige Beschäftigung von Leistungsträgern in der Organisation, fördertLeistungsdifferenzierung, kann Querdenker blockieren.

    Vorteile

    • Ergänzung finanzwirtschaftlicher Kennziffern mit Kennzahlen auf Kunden- und Prozessebene
    • Schaffung besserer, zielgerichteter Aussagekraft des Controllings
    • Aggregation von Einzelzielen (je Funktion, Bereich, Person) zu einem Gesamtansatz
    • Unterstützung des Gesamtstrategiekonzeptes

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