Das Controlling unterstützt den Managementprozess, indem es betriebswirtschaftliches Wissen über Führungsinstrumente und Verfahren bereithält und weitergibt. Die Bedeutung des Controllings für Unternehmen wächst mit sich verstärkendem Wettbewerb und den steigenden Forderungen der Kapitalgeber. Controlling mit seiner Bedeutung als Führungsunterstützungsfunktion findet sich, wie in Einzelunternehmungen, auch in Konzernen. Das Konzerncontrolling unterstützt die Konzernführung bei den durch sie zu treffenden finanzwirtschaftlichen und erfolgswirtschaftlichen Entscheidungen, die im finanziellen Führungsbereich zu treffen sind.
Das Konzerncontrolling ist eine der wichtigsten Führungs- und Führungsunterstützungsfunktionen der Konzernführung. Ziel ist es, der Konzernführung die Fähigkeit zur Koordination, Reaktion und Adaption zu geben, um ihr damit die Durchsetzung der übergreifenden Konzernziele zu ermöglichen.
Konzerncontrolling und Beteiligungscontrolling werden in der Theorie oft ohne genaue Abgrenzung nebeneinander verwendet. Daher sind diese beiden Begriffe voneinander abzugrenzen. Das Beteiligungscontrolling umfasst alle Gesellschaften, an denen ein Konzern beteiligt ist; Konzerncontrolling hingegen schließt nur die Gesellschaften ein, auf die die Konzernführung aktiven Einfluss nehmen kann.
Kurz & knapp:
Konzerncontrolling kann entweder in einem engen oder weiten Sinne gesehen werden. Im weiten Sinne umfasst Konzerncontrolling alle Beteiligungen des Konzerns und schließt somit auch das Beteiligungscontrolling mit ein. Diese Arbeit untersucht Konzerncontrolling im engen Sinne. So gesehen umfasst Konzerncontrolling nur das Controlling der in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen.