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    Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)

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    EPK stellen Arbeitsprozesse in einer semiformalen Modellierungssprache grafisch mit Syntaxregeln dar. Dadurch sollen betriebliche Vorgänge systematisiert und parallelisiert werden, um Zeit und Geld einsparen zu können. Da innerhalb des Prozesses Entscheidungen auf Basis von Bedingungen und Regeln getroffen werden, gibt es in der EPK Verknüpfungsoperatoren („und“, „oder“, „exklusiv oder“). Das Grundmodell der Ereignisgesteuerten Prozesskette umfasst neben diesen Operatoren auch Ereignisse und Funktionen. Dazu werden Objekte in gerichteten Graphen mit Verknüpfungslinien und -pfeilen in einer 1:1-Zuordnung verbunden (Ausnahme bei logischen Verknüpfungen).

    Unter einer Prozesskette versteht man die formale, hierarchisch strukturierte Zusammenfassung von Informationsverarbeitungsprozessen (Erzeugung, Verarbeitung und Austausch von Information) die einem gemeinsamen (Geschäfts-) Prozessziel dienen. Die Prozesskette ist deshalb eine gezielte Zusammenfassung von aufeinander aufbauenden oder voneinander abhängigen Prozessen oder Teilprozessen.

    • Ein Ereignis ist ein Zustand, der vor oder nach einer Funktion auftritt. Das Symbol für ein Ereignis ist sechseckig. Im obigen Beispiel: „Auftrag ist angenommen“.
    • Eine Funktion (Prozess) ist eine Aktion oder Aufgabe, die auf ein Ereignis folgt. Funktionen werden durch Rechtecke mit abgerundeten Kanten symbolisiert. Im obigen Beispiel: „Auftrag prüfen“.
    • Konnektoren dienen zum Aufspalten oder Vereinigen des Kontrollflusses. Es stehen die drei Konnektoren UND, ODER und XOR zur Verfügung, die jeweils in einem kleinen Kreis mit dem entsprechenden Symbol dargestellt werden.
    • Prozesswegweiser sind Hinweise auf andere Prozesse. Sie werden durch ein Rechteck symbolisiert, hinter dem sich ein Sechseck verbirgt.
    • Informationsobjekte stellen Dokumente oder sonstige Datenspeicher dar. Das Symbol für ein Informationsobjekt ist ein Rechteck. Beispiel: „Kundendatenbank“
    • Organisationseinheiten (Symbol: Ellipse, die vor dem linken Rand eine senkrechte Linie enthält) symbolisieren Rollen oder Personen, die für den Prozess verantwortlich sind. Organisationseinheiten werden per durchgehender Linie mit Funktionen verbunden. Beispiele für Organisationseinheiten sind „Kunde“ oder „Marketingabteilung“.

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