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    Konsolidierung

    Was ist eine Konzernkonsolidierung?

    Die Namensgebung legt es nahe: In der Konzernkonsolidierung wird ein Unternehmen mit allen verbundenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen als eine „konsolidierte“ Einheit dargestellt. Diesem Konzernabschluss kommt eine immer größere Bedeutung zu. Lange Zeit wurde er im Rahmen der Gesetzgebung oder steuerlicher Vorschriften als Pflichtaufgabe betrachtet (legaler Konzernabschluss). Doch heute rückt er darüber hinaus auch immer mehr als Instrument der Unternehmenssteuerung oder als Informationslieferant des Managements in den Mittelpunkt des Interesses (Management- oder Controlling-Abschluss). Mehr und mehr Konzerne entschließen sich daher, ein einheitliches Konsolidierungssystem einzuführen. Denn entweder ist die bestehende Lösung den gestiegenen Anforderungen an das interne und externe Reporting nicht mehr gewachsen, oder ein einheitliches, konzernweites Reporting ist zum wichtigen Bestandteil der IT-Strategie avanciert.

    Dezentraler oder zentraler Konsolidierungsprozess?

    Ebenso wichtig ist die Ausgestaltung des Konsolidierungsprozesses im Hinblick auf die Aufgabenteilung im Konzern. In heterogenen Konzernlandschaften sind oftmals einzelne Abteilungen für die Konsolidierung eines Unternehmensbereichs zuständig. Bei dieser Vorgehensweise münden letztendlich mehrere, dezentrale Konsolidierungsprozesse in einen neuen, zentralen Prozess. Von Vorteil ist hierbei, dass die Verantwortlichkeiten klar abgegrenzt sind und die jeweilige Teilkonzernkonsolidierung unter Umständen spezifische Anforderungen abdeckt, ohne den Gesamtprozess zu beeinflussen – beispielsweise die Verarbeitung zusätzlicher Managementinformationen über Vertriebskanäle oder Produkte. Nur die von der Zentrale geforderten und notwendigen Informationen werden weitergegeben.Ein Nachteil dieser Vorgehensweise liegt in den Schnittstellen für die Weitergabe der Informationen an die Konzernzentrale. Sie sind zusätzliche Fehlerquellen und verursachen mit Implementierung und Wartung einen Zusatzaufwand. Außerdem gewährleistet die Konsolidierung in Teilen keine vollständige Transparenz über den gesamten Prozess und über alle Verarbeitungsschritte – schließlich geben die meldenden Einheiten bereits aggregierte Ergebnisse weiter. Das erschwert Korrektur und Verständnis des Konzernergebnisses.An einem einheitlichen, konzernweiten Konsolidierungsprozess hingegen sind alle meldenden Einheiten direkt beteiligt. Die Schnittstellenproblematik entfällt, die Transparenz bleibt gewährleistet. Allerdings müssen bei der Gestaltung eines einheitlichen Prozesses auch die vielfältigen Anforderungen der dezentralen Einheiten berücksichtigt werden. Es besteht die Gefahr, einen sehr komplexen Prozess zu entwickeln. Hierdurch wiederum steigen die Prozesskosten, insbesondere aufgrund des Bedien-, Schulungs- und Pflegeaufwands.

    Kurz & knapp

    In beiden Fällen steht und fällt die Konsolidierung mit der Verfügbarkeit und Qualität der Daten. Der wichtige Punkt „Datengewinnung“ sollte daher ebenfalls lange vor der Implementierung einer Konsolidierungslösung geklärt sein. Idealerweise wird bereits in der Anforderungsanalyse die mögliche Auswirkung auf die Performance mit bewertet. So lässt sich schon frühzeitig steuernd eingreifen, wenn zum Beispiel komplexe Anforderungen – meist aus der Managementkonsolidierung – abgebildet werden sollen.

    Verschiedene Konsolidierungsansätze

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